„Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz zum 75. Mal, in dem die Nationalsozialisten über eine Millionen Menschen ermordet haben. An diesem Tag gedenken wir der Opfer des Holocausts und mahnen zur Wachsamkeit. Schon um den Anfängen zu wehren, dürfen wir nie wieder zulassen, dass Menschen wegen ihres Glaubens, ihrer politischen Überzeugung, ihrer Hautfarbe oder sexuellen Orientierung ausgegrenzt und verfolgt werden.

Es ist nicht selbstverständlich, dass wir heute in Deutschland in Frieden und Freiheit zusammenleben können. Dies ist das Ergebnis, wenn sich Politik und Gesellschaft gemeinsam den schwierigen Aufgaben und Herausforderungen stellen. Umso mehr besorgt mich der wieder aufkommenden Antisemitismus. Es darf nicht sein, dass 75 Jahre nach dem Holocaust Menschen jüdischer Herkunft in Deutschland wieder Angst haben müssen, wenn sie ihren Glauben praktizieren.

Wir Politiker müssen dafür Sorge tragen, dass nicht vergessen wird. Deshalb ist es richtig und wichtig in Schulen, Universitäten und außerschulischen Bildungseinrichtungen immer wieder auf das dunkelste Kapitel der deutschen Vergangenheit einzugehen und über die daraus zu ziehenden Lehren zu diskutieren. Wir
Deutschen tragen auch in Zukunft eine besondere Verantwortung für Menschen jüdischen Glaubens in unserem Land und gegenüber Israel.“

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