Anlässlich des 8. Hessischen Asylkonventes in Limburg, der sich schwerpunktmäßig mit Maßnahmen zur Sprachförderung befasste, erklärte der Vorsitzende der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Michael Boddenberg:

„Ohne umfassende Kenntnisse der deutschen Sprache und der kulturellen Gepflogenheiten unseres Landes ist eine gelingende Integration nicht möglich. Nur wer die deutsche Sprache in Wort und Schrift beherrscht, kann die hervorragenden Bildungschancen wahrnehmen, die vielfältigen beruflichen Möglichkeiten ergreifen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Als erste Partei haben wir als CDU schon vor Jahren den Spracherwerb als Schlüssel für eine erfolgreiche Integration erkannt. Hessen hat seither eine bundesweite Vorreiterrolle bei den unterschiedlichen Maßnahmen und Initiativen zur Sprachförderung eingenommen. So haben 125.000 Kinder ohne hinreichende Deutschkenntnisse bei der Anmeldung zur Einschulung an Vorlaufkursen seit 2002 teilgenommen – 94 Prozent mit Erfolg.

Auch im Zuge der Flüchtlingslage hat Hessen die bildungspolitische Herausforderung der Beschulung von Migranten mit geringen oder gar keinen Deutschkenntnissen mit großer Entschlossenheit und Tatkraft gemeistert. Über das gesamte Altersspektrum der schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen hinweg wird bei uns eine durchgängige Sprachbildung im Rahmen eines konzeptionell zielführenden und personell vorbildlich ausgestatteten Gesamtsprachförderkonzeptes praktiziert. Hierzu zählen die Vorlaufkurse vor der Einschulung, die Intensivklassen und Intensivkurse an den allgemeinbildenden Schulen und die Intensivklassen an beruflichen Schulen Zur Umsetzung des schulischen Gesamtsprachförderkonzeptes hat die Landesregierung seit Beginn der Legislaturperiode rund 1.900 zusätzliche Stellen geschaffen, so dass in diesem Schuljahr über 2.600 Stellen für den Gesamtbereich Sprachförderung und Integration der über 40.000 in Hessen aufgenommenen Seiteneinsteiger und sonstigen Schüler nicht-deutscher Herkunftssprache zur Verfügung stehen.

Maßgebliches Ziel der Sprachfördermaßnahmen ist es nach wie vor, den jungen Menschen durch das Erlernen der Sprache auch eine Teilnahme am regulären Unterricht zu ermöglichen. Der große Erfolg der Sprachfördermaßnahmen hat daher zur Folge, dass bereits rund 9.000 Seiteneinsteiger nach ihrer Intensivsprachförderung am regulären Unterricht teilnehmen können. Ein Wechsel in die Regelklasse erfolgt, wenn der Schüler über ausreichende Deutschkenntnisse verfügt, um dem Unterricht folgen zu können. Dies entspricht unserem Verständnis, dass Fördern und Fordern zwei Seiten der gleichen Medaille sind. Die individuelle Leistungsbereitschaft beim Erwerb der deutschen Sprache ist untrennbar mit einer erfolgreichen Bildungslaufbahn und beruflichem Weiterkommen verbunden. Der Erfolg des hessischen Sprachförderkonzepts lässt sich auch am INSA-Bildungsmonitor 2017 ablesen. Hessen hat bei einem Schnitt von 8,1 Prozent die zweitwenigsten ausländischen Schulabgänger ohne Schulabschluss in Deutschland. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 11,8 Prozent.“

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